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Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreit

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei weitere Ortschaften befreitQuelle: Sputnik © ALEXEI MAISCHEW
  • 29.09.2026 16:30 Uhr

    16:30 Uhr

    NATO-Helden: "Bündnis des Westens mit organisierter Kriminalität ist systemischer Natur"

    Unter dem Titel "Fabrizierte Helden: Wie die NATO kriminelle Netzwerke umdefiniert" hat der norwegische Hochschulprofessor und Journalist Glenn Diesen am Sonntag ein Interview mit dem britischen Philosophen John Laughland veröffentlicht.

    Ausgehend von der jüngsten Verurteilung des Führers der Kosovo-Albaner, Hashim Thaçi, lassen die beiden die gesamte Geschichte des Zerfalls Jugoslawiens Revue passieren, wobei sie auch die besondere Rolle Deutschlands in den 1990er Jahren hervorheben, und arbeiten dabei heraus, dass der Kosovo-Krieg im Prinzip die Geburtsstunde der sogenannten "regelbasierten Ordnung" des Westens war, der "neuen Weltordnung", die sich faktisch vom Völkerrecht verabschiedet hat.

    Dabei bedient sich der kollektive Westen systematisch der organisierten Kriminalität. "Das Beispiel Kosovo ist nur eines von sehr, sehr vielen Beispielen dafür", so Laughland.

    "Es ist zu einem Muster geworden. Sie haben Selenskij erwähnt, aber was ist mit den 90er Jahren in Russland? Wer waren unsere Freunde? Wen haben wir in Russland politisch unterstützt – während dieser schrecklichen Jahre der Korruption? Wir haben die kriminelle Klasse unterstützt."

    Anders als Russland war die Ukraine "nicht in der Lage, diese kriminelle Klasse zurückzudrängen. Im Gegenteil: Sie ist zur Beute dieser Klasse geworden." Und die westlichen Eliten arbeiten in vollem Bewusstsein mit diesen kriminellen Strukturen zusammen, welche die Macht in Kiew innehaben. Laughland fragt ironisch:

    "Wer um Himmels willen soll die Buchführung für all diese verschwundenen Milliarden übernehmen, sollte das Selenskij-Regime stürzen?"

    Ihm zufolge haben die Kräfte im Westen mit ihrer Unterstützung der Ukraine alles auf eine Karte gesetzt und seien nun "in einer Logik gefangen, die sie vielleicht so gar nicht vorhergesehen haben."

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 16:16 Uhr

    Reuters: Dmitrijew bespricht Ukraine-Regelung mit US-Vertretern

    Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Investitions- und Wirtschaftskooperation mit dem Ausland, Kirill Dmitrijew, hat sich in Washington mit US-Vertretern getroffen. Dabei ging es unter anderem um die Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine sowie um mögliche wirtschaftliche und energiepolitische Initiativen Russlands und der USA nach dem Ende des Konflikts. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf einen US-Beamten.

    "Dmitrijew und US-Vertreter haben sich getroffen, um die konstruktiven Gespräche über eine friedliche Beilegung des russisch-ukrainischen Konflikts fortzusetzen.”

    Dmitrijew und die US-Vertreter hätten zudem mögliche russisch-amerikanische Initiativen im Energiebereich für die Zeit nach dem Ende des Konflikts erörtert. An dem Treffen nahmen demnach unter anderem Vertreter des US-Finanz- und des Energieministeriums teil. Die Gesprächspartner hätten dabei künftige gemeinsame Initiativen im Energiebereich besprochen.

    In der vergangenen Woche war Dmitrijew zu einer neuen Gesprächsrunde nach New York gereist. Nach Angaben von Quellen gegenüber RIA Nowosti traf er dort mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zusammen.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuvor erklärt, der Schwerpunkt von Dmitrijews Kontakten zu den US-Verhandlungsführern liege auf einer möglichen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA. Konkrete Angaben zur Organisation eines trilateralen Treffens zwischen Russland, den USA und der Ukraine liegen bislang nicht vor.

  • 15:53 Uhr

    WP: Kiew wird zunehmend zur Frontstadt

    Angesichts des technologischen Fortschritts Russlands entwickelt sich die ukrainische Hauptstadt rasant zu einer Frontstadt. Die ukrainischen Streitkräfte seien nicht in der Lage, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, berichtet die Washington Post (WP).

    Die Autoren des Beitrags stellten fest, dass die russischen Streitkräfte zunehmend schnellere und modernere Waffen einsetzen, die die ukrainische Luftabwehr problemlos umgehen können. Kiew sei hingegen nicht in der Lage, die für die Hauptstadt benötigten Abfangsysteme in großer Zahl einzusetzen und den russischen Streitkräften entgegenzuwirken.

    Die Ukraine leidet unter einem Mangel an Abfangraketen. Kiew versucht deshalb unter anderem, neue Lieferungen von Raketen für Patriot-Luftabwehrsysteme zu erhalten. Die Financial Times berichtete, dass US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Wladimir Selenskij die Lieferung Hunderter Patriot-Raketen abgelehnt habe.

  • 15:35 Uhr

    "Kein Nachgeben" – Großbritannien verspricht Ukraine Beistand bis zum Sieg

    In seiner Rede auf der Konferenz der Labour-Partei in Liverpool hat der britische Außenminister Edward Miliband bekräftigt, dass Großbritannien gegenüber Moskau niemals nachgeben werde. London stehe fest an der Seite der Ukraine unter Wladimir Selenskij. Miliband betonte:

    "Wir sagen wie aus einem Munde: Wir werden dem ukrainischen Volk zur Seite stehen, bis es gesiegt hat."

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 15:19 Uhr

    NATO will Unterstützung für Ukraine verstärken

    Die NATO wird sich nach Angaben ihres Generalsekretärs Mark Rutte von Russland nicht davon abbringen lassen, die Ukraine weiter zu unterstützen. Russland setze seine "rücksichtslose Kampagne feindseliger Handlungen" gegen die NATO fort, so Rutte vor Journalisten in Brüssel.

    "Es versucht, unsere Entschlossenheit zu schwächen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu stoppen. Aber das wird nicht gelingen."

    Die Botschaft an Moskau sei klar: Die NATO werde noch mehr für die Ukraine tun, nicht weniger, so der NATO-Generalsekretär.

  • 14:54 Uhr

    Wadephul verlangt von Slowakei mehr Solidarität gegen Russland

    Außenminister Johann Wadephul hat von der Slowakei mehr Bündnissolidarität in den Maßnahmen gegen Russland gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung hätten beide Länder ihre "umfassende Unterstützung für die Ukraine" bekräftigt, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanár in der Hauptstadt Bratislava.

    Der deutsche Außenminister erwähnte explizit die Abkoppelung von russischen Energielieferungen. Dafür müssten alle Partner "gemeinsam einstehen", sagte er an Blanár gerichtet. Auf Russland müsse "mehr Druck" ausgeübt werden, da das Land keine Bereitschaft zu Frieden zeige, während die Ukraine dagegen ihre Bereitschaft wiederholt erklärt habe, betonte Wadephul.

    Ohne die Slowakei direkt beim Namen zu nennen sagte Wadephul, es wäre "nicht nur unsolidarisch, es wäre unverantwortlich", infrage zu stellen, dass die größte Gefahr für Europa "Putins kriegerischer Imperialismus" sei. Die EU könne sich keine Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten etwa bei Sanktionen leisten.

  • 14:36 Uhr

    Zugverkehr nach ukrainischer Attacke auf Gleise im Gebiet Brjansk eingestellt

    Im russischen Grenzgebiet Brjansk ist am Dienstag nach einem Angriff aus der Ukraine der Zugverkehr teilweise eingestellt worden. Wie Gouverneur Jegor Kowaltschuk auf Telegram schreibt, habe der Gegner in der vergangenen Nacht die Eisenbahnstrecke Trosna – Rschaniza unter Beschuss genommen. Die Attacke sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, als ein Passagierzug aus Smolensk nach Brjansk gerade auf dieser Strecke gefahren sei. Der Politiker meldet keine Opfer. Es seien aber Schäden entstanden. Der Zugverkehr auf dieser Strecke sei eingestellt worden. Man habe mit den Reparaturarbeiten begonnen. Kowaltschuk zufolge seien am vergangenen Tag über dem Gebiet Brjansk 71 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört worden.

  • 14:07 Uhr

    Eine Tote und zwei Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Gebiet Saporoschje

    Gouverneur Jewgeni Balizki meldet Opfer bei den jüngsten ukrainischen Angriffen auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe es sich um gezielte Angriffe auf friedliche Ortschaften gehandelt. In der Siedlung Kochanoje sei eine im Jahr 1975 geborene Frau ums Leben gekommen, ein Mann des Jahrgangs 1987 habe Verletzungen erlitten. In der Siedlung Nowopoltawka sei ein 60 Jahre alter Mann verletzt worden. Außerdem seien in der Ortschaft zwei Einfamilienhäuser zu Schaden gekommen.

    Balizki teilt darüber hinaus mit, dass über den Ortschaften Michailowka, der Stadt Wassiljewka, der AKW-Stadt Energodar und den Bezirken Tokmak und Kamenka-Dnjeprowskaja zahlreiche ukrainische Drohnen gesichtet worden seien.

  • 13:39 Uhr

    Russischer Kompaniechef über Fronteinsatz: "Ich möchte diesen Krieg zu Ende bringen"

    Dmitri Konopljow, Kompaniechef eines russischen motorisierten Schützenregiments hat über seine Einsätze im Ukraine-Konflikt und seinen militärischen Werdegang berichtet. Der Soldat wurde für zwei Einsätze mit dem Titel "Held der Russischen Föderation" und dem dazugehörigen Goldenen Stern ausgezeichnet. Als besonders schwierig schilderte er die Verteidigung einer Stellung, bei der seine Einheit wiederholt unter Artillerie- und Panzerbeschuss geraten sei. Wegen der exponierten Lage habe die Versorgung größtenteils mit Drohnen erfolgen müssen.

    Das Interview gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 13:10 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

    Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, ziehe der Truppenverband Nord weiterhin die Schlinge um die ukrainischen Truppen im Gebiet Charkow enger und erweitere das vom russischen Militär kontrollierte Gebiet. Zuletzt sei die Ortschaft Kreidjanka befreit worden. Darüber hinaus werde um die Ortschaften Nesternoje, Lukaschowo, Gratschowka, Rublenoje, Resnikowo und Prikolotnoje gekämpft. In der Nähe der Ortschaften Chatneje, Iwaschki und Konstantinowka seien mehrere ukrainische Brigaden getroffen worden. Der Gegner habe allein in diesem Kessel mehr als 60 Kämpfer verloren. Im benachbarten Gebiet Sumy habe das russische Militär ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Choten, Kijaniza, Welikaja Rybiza und Malaja Rybiza getroffen. Der Gegner habe insgesamt bis zu 315 Armeeangehörige verloren. Außerdem seien vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 25 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe dem Bericht zufolge ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Brussowka, Majaki, Sidorowo und Raigorodok in der DVR sowie Malijewka und Ossinowo im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien mehr als 230 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos und zwei Geschütze zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Belenkoje, Druschkowka, Nikolajewka, Kramatorsk und Semjonowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 205 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 19 Autos und zwei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe seinerseits die Ortschaft Wessjoloje Pole befreit und zudem Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Starowarwarowka, Nowojawlenka, Marjewka, Gornjak und Roganskoje in der DVR getroffen. In der Ortschaft Dobropolje seien weitere 72 Gebäude befreit worden. Der Gegner habe bis zu 460 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos und ein Geschütz seien zerstört worden.

    Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Wassilkowka, Fjodorowskoje, Podgawrilowka und Demurino im Gebiet Dnjepropetrowsk und Nowossoljonoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 180 Kämpfer. Ein Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und sieben Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr wiederum habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Preobraschenka, Orechow, Kirowo und Wesseljanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 20 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem sechs Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, Drohnenlager, Brennstoffdepots und 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sechs Lenkbomben und 287 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 247.576 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.073 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.783 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.587 Geschütze und Mörser verloren.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.